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Die Spreeinsel im Herzen Berlins

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...und Hawaii - „Aloha State“ - liegt im Pazifischen Ozean:

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Zum 9. Januar 2009

Heiner Müller (1929-1995)

„Man kann sagen, daß das Grundelement von Theater und also auch von Drama VERWANDLUNG ist, und die letzte Verwandlung ist der Tod. Das einzige, worauf man ein Publikum einigen kann, worin ein Publikum einig sein kann, ist die Todesangst, die haben alle. Und auf diesem einzigen Gemeinsamen beruht die Wirkung von Theater. Also beruht das Theater immer auf einem symbolischen Tod.“

Heiner Müller

Am 9. Januar 2009 wäre Heiner Müller 80 Jahre alt geworden.

Heiner Müller im Espresso, Alexanderplatz 4.11.1989
In einem seiner Gespräche (im folgenden zitiert aus „Ich bin ein Landvermesser“ / Rotbuch Verlag 1996) mit Alexander Kluge „Die Welt ist nicht schlecht, sondern voll“ – wo die griechische Antike mit ihren Metaphern als bedeutungsvoller Stoff fürs Theater hinterfragt wird bei den Themen Krieg, Gewalttätigkeit, Besetzung – fragt ihn Kluge: „Wenn es diesen Unterschied gibt, eine Welt ist voll, ist besetzt, und eine Welt ist offen... antwortet Müller „Das Problem ist doch, wenn an von diesem simplen Text ausgeht, die Welt ist nicht schlecht, sondern voll, daß es auf jeden Platz in dieser Welt drei bis zwölf Anwärter gibt, immer mehr Anwärter auf diesen einen Platz: was passiert dann?“ ... Und Kluge pariert weiter hinten im Text: „Es gibt kein Troja, nein. Es gibt keinen Peloponnes und kein Troja.“ Müller: „und das wirkt sich natürlich furchtbar aus“, Kluge: „Und daß die offene Gewalt nur Ersatz für eine verschleierte ist, dafür gibt es keinen öffentlichen Ausdruck“. ...und dabei bleibt übrig, daß die Summe der Toten und dieses Lager der Lebendigen über lange Perioden hinweg einander belagern. Würde je das Lager der Lebendigen das Lager der Toten an Zahlen übertrumpfen, dann habe ich Armageddon...“. Müller: „Dann wird’s gefährlich.“ Kluge: „Das ist die Katastrophe?“ Müller: „Ja, ich glaube schon.“ Kluge: „Also gewissermaßen die Gravitation der Toten? Es gibt befestigt, verankert, die Plätze der Lebenden. Würdest du das auch auf die Wirtschaft anwenden?“ Müller: „Ich glaube schon.“ Kluge: „Da gibt es auch oft kapitalistische Tote und kapitalistische Lebendige. Die Menschen in den neuen Bundesländern haben irgendwie die Idee gehabt, daß sie jetzt einen Platz an der Sonne erreichen. 1989. Weil es leere Plätze im Kapitalismus gebe. Das scheint ein Irrtum zu sein.“ Müller: Das war der Irrtum, ja. Die Plätze waren schon besetzt. ... Dann am Ende des Gespräches fragt Kluge: „Wenn du erklären solltest, ob der Beruf, den du ausübst, mehr ein Land- und Zeitvermesser ist oder ein Prophet, was würdest du sagen?“
Müller: Ich würde eigentlich aus Eitelkeit sagen, ein Prophet, das wäre aber ganz falsch. Ich würde, wenn ich ehrlich bin, sagen: Ich bin ein Landvermesser.“

10.1.2009, 18 Uhr, Max-Taut-Aula, Fischerstr. 36, 10317 Berlin: Heiner Müller und die Oper

Do 8.1.2009, Nachbar Müller - Volksbühne Berlin, (19 Uhr) Theater, Installationen, Film, Konzert:

 

Heiner Müller, 4. November 1989, gegenüber: Steffi Spira (sowie am Tisch Christa Wolf, Gerhard Wolf, Dieter Krebs, nicht im Bild: Stephan Heym, Gerald Götting) im damaligen ‚Espresso‘ am Alexanderplatz vor der Großdemonstration für Freiheit und Menschenrechte. Theaterdramaturgen, Schauspieler, Autoren, Politiker und Journalisten aus dem intellektuellen Aufbruch trafen sich vor den Reden auf dem Alexanderplatz zur Vorbesprechung.


© Archiv Schäfer-Junker, Foto: Anne Lemke-Junker anne.junker@gmx.de

Dem großen Dramatiker Heiner Müller

zum 80.

Akademie der Künste

 

Berlin, den 22.12.2008

     

 

Humboldt-Forum wieder mit Museumsinsel vereinigen!

Klaus-Peter von Lüdeke, verkehrs- und baupolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin, erklärt:

"Der ADAC hat mit seinem Vorstoß insofern Recht, als dringender Handlungsbedarf für eine sinnvolle Verkehrsführung zwischen Museumsinsel und Humboldt-Forum besteht. Eine Untertunnelung des Humboldt-Forums hält die FDP-Fraktion jedoch nicht für sinnvoll.Stattdessen fordern wir, den Kfz-Durchgangsverkehr zwischen der Schloss- und der Liebknechtbrücke auf den Bereich Schlossfreiheit/Schlossplatz/Rathausbrücke zu verlagern. Dabei soll der Senat unter Berücksichtigung der bereits erfolgten Neugestaltung des Lustgartens und der Anforderungen seitens des Humboldt-Forums eine Verkehrsführung planerisch vorbereiten, die den ursprünglichen Zusammenhang von Schlossstandort, Lustgarten und Museumsinsel wieder herstellt. Denn die derzeitige Verkehrsschneisse, die das Humboldt-Forum von der Museumsinsel trennt, ist keine dauerhaft akzeptable Lösung. Wir wollen die Museumsinsel mit ihrem historischen Umfeld wiedervereinigen, damit in diesem Bereich Fußgängern das ungehinderte Flanieren möglich wird.“ Den Antrag der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin finden Sie auch im Web: www.fdp-fraktion-berlin.de

oder hier als pdf zum Download:

Humboldt-Forum mit Museumsinsel vereinigen

 

 

Berlin, den 28.11.2008

Architektenwettbewerb für das Schlossareal in Berlin ist entschieden

Nach zweitägiger Preisgerichtssitzung stehen die Gewinner des Wettbewerbs um den Bau des Humboldt-Forums in Berlin fest. Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee gab heute gemeinsam mit dem Juryvorsitzenden, Professor Vittorio Lampugnani, die Entscheidung der Jury bekannt: Der mit 100.000 Euro dotierte erste Preis geht an das Architekturbüro Francesco Stella aus Vicenza.

Der Entwurf von Francesco Stella verbindet die Wiederherstellung der historischen Mitte Berlins mit dem innovativen Konzept eines 'Humboldt-Forums', das Wissenschaft, Kultur und gesellschaftlichen Austausch unter einem Dach vereint.

Modell Nord Sued

Foto: Anne Schäfer-Junker

 

Modell Ost West

Foto: BMVBS

 

Minister Tiefensee verkündet das Ergebnis

Foto: Anne Schäfer-Junker

Die Ausstellung "Architektenwettbewerb Humboldtforum" im Kronprinzenpalais Unter den Linden zeigt den Siegerentwurf von Francesco Stella und alle Beiträge des zweiphasigen Wettbewerbes zunächst vom 3.12.2008 bis 21.12.2008, täglich 12 bis 20 Uhr geöffnet.

Heute wurden die Ausstellungsdauer und -zeiten durch das BMVBS aufgrund der großen Nachfrage bis 4. Januar 2009 verlängert und die Öffnungszeiten erweitert, wie folgt:

Sa 20.12.2008 bis Fr 2.1.12009 ist 10 - 20 Uhr geöffnet, außer jedoch am Mi 24.12. und Do 25.12. sowie Mi 31.12.2008 ist feiertagsbedingt geschlossen.

Weiter geöffnet am Do 1.1.2009 von 12 - 20 Uhr, am Sa 3. und So 4.1.2009 ist von 10 bis 22 Uhr geöffnet.

 

Berlin, den 31.10.2008

Die Temporäre Kunsthalle auf dem Schloßplatz ist eröffnet

Ein Jahr nach der Entscheidung des Berliner Senats für eine Kunsthalle auf dem Schlossplatz wurde am 28./29.10.2008 die Temporäre Kunsthalle Berlin eröffnet. Zu Beginn des Ausstellungsprogramms steht eine Künstlerin, die sich mit Populärkultur auseinandersetzt: mit Ikonen des Showgeschäfts, mit der Wirkungsmacht und den Mechanismen von Massenmedien und der Kulturindustrie - die erste Ausstellung bestreitet Candice Breitz, deren Einzelausstellung in zwei Teilen statt findet.

Für diese Werke hat die Künstlerin Fans der jeweiligen Stars eingeladen, ein und dasselbe Album von Madonna, Michael Jackson bzw. John Lennon nachzusingen. Entsprechend des interpretierten Albums sind die gefilmten Darsteller in den finalen Installationen jeweils synchron zueinander zu sehen. Ihre Performances setzen sich zu einem Kaleidoskop aus Stimme, Mimik und Körpersprache zusammen, das aus Identifikation mit dem Star und seiner medial vermittelten Identität resultiert. Als Puzzlebild einer kollektiven Wahrnehmung stellen die Fans Fragen nach den Konstruktionen von Mythos und Idol, Projektion und Konsumation, indem transformatorische Prozesse von globaler Populärkultur im Alltag inszeniert werden. Candice Breitz reflektiert den Starkult aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Sie zeigt den Fan, wie er den Star wahrnimmt und verehrt, sich mitunter eng an die medial vorgegebenen Mimiken und Gesten hält, aber darüberhinaus seine eigene Interpretation aufführt.
Während die Fans auf unterschiedliche Art und Weise ihre Beziehung zum Idol ausdrücken, setzen sich die Arbeiten mit der Frage auseinander ob es eine Möglichkeit für individuelle Kreativität im Gefüge der Massenmedien gibt.

Die Temporäre Kunsthalle Berlin ist eine mit privaten Mitteln finanzierte Kunstinstitution. Für zwei Jahre zeigt sie hier herausragende Positionen internationaler zeitgenössischer Kunst, die in Berlin entsteht. Link zur websites der Kunsthalle Berlin

 

SPREEINSEL-BILDERGALERIE MIT BLICK AUF DIE TEMPORÄRE KUNSTHALLE

Panorama Schloßplatz mit Wolke

 
Zahn der Zeit: Palast-Reste
Temporäre Kunsthalle
Auswärtiges Amt, Bauakademie-Atrappe und Friedrichswerdersche Kirche
Schloßbrücke
White Cube mit Spreekanal
Spreekanal Blick Neues und Altes Museum
Galerie Bastian und Altes Museum
Brautpaar in den Kolonnaden des Alten Museums
Baustelle Kolonnaden Alte Nationalgalerie

Bus zur Temporären Kunsthalle

Fotos: Anne Schäfer-Junker, Berlin, e-mail: anne.junker@gmx.de

Berlin, den 17.10.2008

"Digitales Modell“ (Nord- und West-Fassade der Schinkelschen Bauakademie) des Fördervereins Bauakademie

Schinkelplatz mit Schinkel, Beuth und Thaer

Foto: Anne Schäfer-Junker

Seit 17. Oktober 2008 ist der Schinkelplatz, zwischen der Straße Unter den Linden und dem Werderschen Markt, rekonstruiert. Durch die gartendenkmalpflegerische Wiederherstellung des Schinkelplatzes mit der Wiederaufstellung der drei Denkmale von Schinkel, Beuth und Thaer erfährt dieser Bereich der historischen Mitte Berlins eine weitere Rückbesinnung in historischer Anmutung.

 

Berlin, den 21.7.2008

Was sind uns unsere Flüsse wert?

In Sachsen-Anhalt gehen Parlamentarier der Sache auf den Grund: Frei fließende Flussstrecken bewahren 

Anlässlich des morgigen Informationsbesuchs an der Elbe-Saale erklären der Sprecher für Gewässerschutz der FDP-Fraktion Horst MEIERHOFER und Jens ACKERMANN, Bundestagsabgeordneter aus Sachsen-Anhalt:

Ein Fluss ist nicht nur eine Wasserstraße. Wir müssen anfangen auch die ökologische Dimension eines frei fließenden Flusses als eigenständigen Wert anzusehen - nicht zuletzt wegen der steigenden Nachfrage nach naturnahem Tourismus, zum Beispiel an der Elbe.

Uns ist es wichtig, vor Ort zu sein und Informationen aus erster Hand zu bekommen. Es gibt nur noch wenig frei fließende Flussstrecken an den großen Flüssen in Deutschland. Diese sollten bewahrt werden, damit auch die zukünftigen Generationen davon profitieren können.

Horst Meierhofer ist einer der vier Vorsitzenden der Parlamentariergruppe "Frei fließende Flüsse" im Deutschen Bundestag. Die Parlamentariergruppe und ihre Mitglieder haben sich zum Ziel gesetzt, die letzten noch frei fließenden Flüsse bzw. Flussabschnitte in Deutschland zu bewahren.

Auf Einladung von Prof. Weiger, dem Vorsitzenden des Bundes für Umwelt und Naturschutz und der Bürgerinitiative PRO ELBE werden die Abgeordneten sich vor Ort über die Bedeutung der Flüsse als Tourismusregion und als Verkehrsweg einen Einblick verschaffen. Die Reise beginnt um 10 Uhr im Biosphärenreservat an den Elbterrassen in Dessau-Brambach.

(Quelle: Pressemitteilung FDP-Bundestagsfraktion)

1.5.2008

JA zu Tempelhof Buttom

"Tempelhof bleibt Verkehrsflughafen!"

Der Volksentscheid Sonntag 27. April 2008 im Ergebnis: www.wahlen-berlin.de

Abstimmungsbeteiligung Berlin insgesamt: 36.1 %;

Ja-Stimmen in % der Teilnehmer: 60,2; Ja-Stimmen in % der Stimmberechtigten: 21,7; Nein-Stimmen in % der Teilnehmer: 39,6; Ungültige Stimmenin % der Teilnehmer: 0,2.

BERLIN (25.4.2008). Zur Diskussion um die Schließung des Flughafens Tempelhof und dem dazu stattfindenden Volksentscheid erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer und Sprecher für Luftfahrt der FDP-Bundestagsfraktion Jan MÜCKE:

Die vom rot-roten Senat beschlossene Schließung des Flughafens Berlin-Tempelhof ist allein aus ideologischen Erwägungen heraus zu verstehen. Mit einer Offenhaltung von Tempelhof können wir dazu beizutragen, die Wirtschaftskraft der Stadt durch zusätzliche Investoren zu erhöhen. Durch die Kampagne im Vorfeld des Volksentscheids wird hingegen absichtlich Sozialneid geschürt. Dabei sind Aussagen wie "Kein Flughafen nur für Superreiche" absolut scheinheilig. Gerade SPD und LINKE setzen sich immer wieder für neue Steuern und Abgaben im Luftverkehr ein, so dass sich im Ergebnis tatsächlich nur noch "Superreiche" das Fliegen leisten könnten.

Die Aufgabe von Tempelhof stößt international auf größtes Unverständnis. Andere Städte wünschen sich einen Flughafen in City-Nähe; nur Berlin scheint darauf verzichten zu können. Der City-Airport London zeigt deutlich, welche Magnetwirkung ein Flughafen in Citynähe entfalten kann. Hierfür bedarf es eines schlüssigen Konzeptes, das der Senat den Berlinern bis heute schuldig blieb.

 

 

 

22. Mai 2008

PRESSEERKLÄRUNG von Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin

Abschließen oder ausbauen?

Rot-Rot will sich bei Projekt 17 nicht festlegen

Felicitas Kubala, umweltpolitische Sprecherin, erklärt: 

"Die rot-rote Koalition fährt mit ihrem Schlingerkurs beim Wasserstraßenausbau fort. Statt klarer Ansagen für oder gegen den Ausbau stiftet sie mit ihrem aktuellen Antrag zum Projekt 17 totale Verwirrung. So soll die weitere Verbreiterung und Vertiefung der Berliner Wasserstraßen generell vermieden werden d.h. kein Ausbau, gleichzeitig werden im Antrag ökologische Ausgleichsmaßnahmen gefordert - wofür? Rot-Rot will erhebliche Eingriffe in Natur und Landschaft auf die Mindestanforderungen des Schiffsverkehrs beschränken - aber genau mit diesem Argument treibt das Wasserstraßenneubauamt seit Jahren den Ausbau voran. Rot-rot will die Containerschifffahrt mit europäischen Fördermitteln und Bundesmitteln beleben - das riecht nach alter Berlin-Förderung und Planwirtschaft und bestätigt nur die Unwirtschaftlichkeit.
Zuletzt noch rot-roter Größenwahnsinn: Spree und Havel sollen in einem Konzept mit der Rheinschifffahrt, mit Nordsee und Ostsee verbunden werden. Eine Begründung fehlt dem rot-roten Antrag leider - obwohl er es bitter nötig hätte.

Bündnis 90/Die Grünen fordern dass das gesamte Projekt 17 noch einmal auf den Prüfstand kommt: Wenn sich schon jetzt deutlich abzeichnet, dass sich die Containerschifffahrt zum Westhafen nicht rechnet, muss der naturzerstörende Flussausbau endlich beendet werden. Das erspart auch die teure Anhebung mehrerer Brücken. Statt den Blick Richtung Rhein, Nordsee und Ostsee zu wenden sollte Rot-Rot auf die Brandenburger Landesregierung einwirken, die es zulässt, dass der SPD-Bundesverkehrsminister das größenwahnsinnige Wasserstraßenausbauprojekt mit negativen Folgen für die Potsdamer Havel und den Sacrow-Paretzer-Kanal ungehindert weiterführt.

Die Ausbaupläne für Havel und Spree in Berlin und in Brandenburg müssen versenkt werden. Und die rot-rote Koalition soll dazu endlich klar Position beziehen."

 

Berlin, den 27.2.2008

Endgültiges Ergebnis: 204 907 gezählte Stimmen

Berlin, den 14.2.2008 Valentinstag

Heute letzter Tag: schenken Sie dem Volksbegehren Ihre Stimme - aus Liebe zu Ihrer Stadt Berlin -

zum Erhalt des Flughafens Tempelhof!

Panorama vom Flugfeld

Volksbegehren 2007 "Tempelhof bleibt Verkehrsflughafen!" ist bereits erfolgreich!

Pressemitteilung des Landesabstimmungsleiters 14.2.2008

Vorläufiges Ergebnis 203 408 Zustimmungserklärungen

Mehr zur Geschichte und Gegenwart des Flughafens Tempelhof bei Wikipedia: www.wikipedia.org

Informationsblatt von ICAT

Berliner Flughäfen im Internet

Tegel, Tempelhof, Schönefeld Berlin - Brandenburg

Plebiszit aus FOCUS Nr. 20 (1996)

Plakat_JaTempelhof

Bürger beweisen mehr wirtschaftspolitische Vernunft als rot-rote Berufspolitiker.

Klaus-Peter von Lüdeke, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin, erklärt:

"148.618 Unterschriften für Tempelhof sprechen eine deutliche Sprache: Die Berliner wollen, dass Tempelhof offen bleibt. Diese 148.618 Berliner haben nicht aus nostalgischen Gründen unterschrieben. Das sind keine Leute von gestern, wie Herr Wowereit unverschämterweise behauptet. Im Gegenteil: Sie wollen, dass Tempelhof Zukunft für Berlin schafft. Sie wollen, dass unserer Stadt dieser einmalige Standortvorteil eines City-Airports erhalten bleibt, Investitionen in Zukunftsbrachen anlockt und Arbeitsplätze schafft. Die Berliner beweisen damit mehr wirtschaftspolitische Vernunft als die rot-roten Berufspolitiker. Mehr als 11.000 Unterschriften in den letzten Tagen zeigen: Das Volksbegehren gewinnt jede Woche zusätzlich an Fahrt. Es ist großartig, wie die Menschen in der Stadt für ihren City-Airport kämpfen. Bei einer solchen Massenbewegung ist auch klar: Die diversen Diffamierungsversuche gegen den Flughafen, die ICAT und ihre ehrenamtlichen Mitstreiter durch eine immer peinlicher und nervöser agierende SPD fruchten nicht.

"Wer Tempelhof will, muss aufs Amt!"

Für das neue Volksbegehren gelten noch die alten Regeln.

 

Markus Löning, FDP-Vorsitzender:

Volksbegehren zu Tempelhof ist ein Erfolg der Bürgerinnen und Bürger!

JA zu Tempelhof Buttom

Auszug aus der Denkmalliste Berlin
Stand: 12.6.2003
Tempelhof-SchönebergDenkmalbereiche (Ensemble)
Platz der Luftbrücke 1-6, Flughafen Tempelhof, Kino Columbia, Sporthalle
Columbiadamm 1-7C, 9/21
Mehringdamm 129-129C
Tempelhofer Damm 1/5
Gesamtanlage siehe: Platz der Luftbrücke 1-6
Baudenkmale siehe: Platz der Luftbrücke; Columbiadamm 9/11S
Gartendenkmal siehe: Platz der Luftbrücke
Weiterer Bestandteil des Ensembles:
- Columbiadamm 13/21, Sporthalle, 1951
(TEM/SCH-TEM/TEM-E

)Tempelhofer Freiheit - ausstellung in der Abfertigungshalle

Was würde die Offenhaltung von Tempelhof kosten?

Kleine Anfrage der Abgeordneten Claudia Hämmerling (Bündnis 90/Die Grünen) vom 05. Dezember 2007 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 11.12.2007) und Antwort des Regierenden Bürgermeisters.

Jedoch: was kostet die Schließung Tempelhofs die Berliner Steuerzahler? Dazu gibt es keine Antwort!

Zentralflughafen - Abfertigungshalle

spreeinsel.de: Es heißt, von den Steuereinnahmen des BBI hat Berlin nichts - der Flughafen liegt großflächig in Brandenburg? Eine Morgengabe bei der einstmals geplanten Länderehe?

 

Fotos: Anne Schäfer-Junker, Berlin

Künstlervotum: Roland Beier, Berlin

Eingangshalle Zentralflughafen Tempelhof

Zentralflughafen - Vorplatz

Informationen:

www.icat.de

www.flughafen-berlin-tempelhof.de/pdf/ICAT_THF-Konzept.pdf

www.wahlen-berlin.de

Hotline: 030 - 69 51 33 17 Aktionsbüro im Flughafen Tempelhof, Haupthalle: ICAT-Aktionsbüro. Dort gibt es werktags Informations-material

 Die Hungerkralle

Pressemitteilung vom 31. Januar 2008 ©  Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 2008,
Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.

Bis zum 30. Januar 2008 wurden 174 269 Zustimmungserklärungen aus den Auslegungsstellen gemeldet

Der Landesabstimmungsleiter teilt mit:

Bis zur Schließung der Auslegungsstellen am Mittwoch, dem 30. Januar 2008, hatten 174 269 Berliner Abstimmungsberechtigte einen Unterschriftsbogen ausgefüllt. Zwei Wochen vor Ende des Volksbegehrens am 14. Februar 2008 ist nach diesen vorläufigen Zahlen das notwendige Quorum erreicht. Für den Erfolg des Volksbegehrens müssen 7 % der Wahlberechtigten, also rund 170 000 Personen, zustimmen. Wie gesetzlich vorgeschrieben, bleiben die Auslegungsstellen weiterhin bis zum 14. Februar geöffnet. Das endgültige Ergebnis wird dann am 23. Februar 2008 festgestellt, nachdem über alle Einsprüche gegen die Versagung der Gültigkeit von Unterschriften entschieden wurde und nachdem die Bezirksabstimmungsleiter die Zahl der gültigen Unterschriften für ihren Bezirk zusammengestellt haben.31.01.2008: 177 952 Unterschriften für das Volksbegehren 24.1.2008: 160 508 Unterschriften für Tempelhof18.1.2008: 148.618 Unterschriften für Tempelhof

 

Berlin, den 29.3.2008

Interview mit Wolfgang Schoele

Vorsitzender des Fördervereins Bauakademie Berlin (Förderverein für die Schinkelsche Bauakademie e. V.)

 

Der international agierende Berliner Unternehmer Hans Wall hat jetzt angekündigt, den Wiederaufbau der Bauakademie mit einem bedeutenden Betrag aus seinem Privatvermögen zu unterstützen. Das könnte das Signal für den wirklichen Beginn der Rekonstruktion der Bauakdemie bedeuten. Seit Jahren leisten mehrere Vereine unterschiedliche Vorarbeiten mit zum Teil gemeinsamen Zielsetzungen für die Wiedererrichtung des Gebäudes am authentischen Ort am Werderschen Markt – westliche Kupfergrabenseite.

 

spreeinsel.de fragte Wolfgang Schoele, Vorsitzender des Fördervereins Bauakademie Berlin (Förderverein für die Schinkelsche Bauakademie e. V.):

Seit mehreren Jahre tritt Ihr Verein in verschiedenen Gremien aktiv für die Schinkelsche Bauakademie ein. Wie sieht es mit den Vorbereitungen zum Wiederaufbau der Schinkelschen Bauakademie auf dem Friedrichswerder in Berlin-Mitte gegenwärtig aus?

Wolfgang Schoele: „Herr Wall sen. hat angekündigt, aus seinem Privatvermögen dem Land Berlin zur Wiedererrichtung der Bauakademie den Betrag von bis zu 20 Mio. Euro zur Verfügung zu stellen. Hans Wall ist Vorsitzender des Vereins "Denk mal an Berlin" und hat seinerzeit mit Herrn Prof. Kleihues, Gründungspräsident der im Jahre 2001 gegründeten Internationale Bauakademie, zusammengearbeitet. Kleihues verstarb 2004. Die Internationale Bauakademie, dessen Präsident Herr Prof. Hans Kollhoff ist, plant (Zitat) "einen Ort der Architektur" in dem Gebäude unterzubringen, womit auch ein Architekturmuseum verbunden sein könnte. Ferner sollen, wie damals schon von Schinkel selbst eingerichtet, Läden im Untergeschoß untergebracht werden.

Zur Realisierung des Projektes hat der Förderverein Bauakademie, dessen Vorsitzender ich bin, als Ergebnis der im Jahr 2007 mit Vertretern der Berliner Universitäten, Fachhochschulen, Architekturverbänden und Verbänden der Bauwirtschaft durchgeführten Symposien zur Wiedererrichtung des Gebäudes und der Neubegründung der Institution Bauakademie als Internationales Zentrum für die verantwortungsbewußte Gestaltung von Lebensräumen (Stichworte: Wissensvermittlung und Fortbildung in den Bereichen des Bauens) die „Errichtungsstiftung Bauakademie“ vorbereitet und den zuständigen Behörden zur Prüfung und Genehmigung eingereicht. Mit der Genehmigung rechnet der Förderverein Bauakademie Ende Juni bzw. zu Beginn des 3. Quartals 2008.

 

 

"Digitales Modell“ (Nord- und West-Fassade der Schinkelschen Bauakademie), Ersteller: David Bornemann, Thomas Rox. Copyright: Förderverein Bauakademie

Digitales Modell“ der Schinkelschen Bauakademie
Copyright: Förderverein Bauakademie

Das „Digitale Modell“ der Schinkelschen Bauakademie

Das „Digitale Modell“ ist ein Projekt des Fördervereins für die Schinkelsche Bauakademie. Es wurde von den Herren David Bornemann (Technische Universität, Berlin) und Thomas Rox (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn) im Rahmen einer jahresübergreifenden Seminararbeit entwickelt. Herr Prof. Dr. Albertz und Vereinsmitglieder berieten sie. Ferner standen Konstruktionsunterlagen des Modellbauers Monath und Menzel (er fertigte im Jahr 2001 für den Förderverein ein Architekturmodell der Bauakademie), ein virtuelles Innenstadtmodell der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (Berlin) sowie die technischen Anlagen des Architekturbüros Jaeger (Wesel) zur Verfügung.

Ziel des Projekts ist es, den hohen Anteil noch vorhandener und daher auch reproduzierbarer Formsteine und Reliefs der Fassaden der Schinkelschen Bauakademie hinsichtlich deren Denkmaleigenschaft zu dokumentieren.

Auf Basis eines zunächst erarbeiteten „Drahtmodells“ wurden die Fassaden nach diversen Vorlagen virtuell „nachgebaut“ und mit Fotos von in verschiedenen Museen aus-gestellten oder lagernden Relief-platten aus den Fensterbänken der Bauakademie, von den Portalen und weiteren Spolien vervollständigt. Um zu zeigen wie sich die wie-der aufgebaute Bauakademie in die Kupfergrabenlandschaft einfügt, wurde das „Digitale Modell“ schließlich in ein virtuelles Stadtmodell, das die vorhandenen und geplanten Gebäude des Friedrichswerder in ihren Grobstrukturen zeigt, integriert.

Im Rahmen der „Stein- und Terrakotta-Adoption“ kann bereits jetzt zur Herstellung von Rosetten, Formsteinen und Reliefplatten zum Einbau in die später originalgetreu wieder errichteten Fassaden der Bauakademie gespendet werden (Preisspanne zwischen Euro 25,00 und Euro 15.000,00).
Die Namen der Spender bestimmter Reliefplatten können zu gegebener Zeit in dem „Digitalen Modell“ sowie in der wieder aufgebauten Bauakademie entsprechend hinterlegt bzw. angegeben werden.

 


 

Förderverein Bauakademie

 

Welche Kosten kommen da auf die beteiligten Vereine bzw. Bauherren zu?

Wolfgang Schoele: Da nach unseren Ermittlungen - der Arbeitsgemeinschaft Nutzen und Finanzierung (Neue Bauakademie) - des Fördervereins Bauakademie die Baukosten rd. 45 Mio. Euro betragen werden, bedeutet nach meiner Ansicht das Angebot von Herrn Wall eine Initialzündung, um weitere Zustiftungen zu akquirieren. Insoweit kommt die Gründung der Errichtungsstiftung Bauakademie jetzt auch zur rechten Zeit.

Nach Veröffentlichung des generösen Angebots habe ich den Herren Hans Wall und André Schmitz, Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten des Berliner Senats und Kuratoriumsmitglied des Vereins „Denk mal an Berlin“, Unterstützung angeboten sowie Herrn Schmitz vorgeschlagen, die bisher am Bauakademiegeschehen Beteiligten zwecks gemeinsamer zielgerichteter Aktivitäten zu einem Runden Tisch einzuladen.

Welche wichtigen Vereinbarungen müßten jetzt getroffen werden, um eine rasche Bebauungsplanung zu erreichen?

Wolfgang Schoele:
Das Gründungskapital der zunächst als Verbrauchsstiftung geplanten Errichtungsstiftung soll auf rd. 45 Mio. Euro anwachsen und zur Finanzierung der Baukosten dienen. Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Errichtungsstiftung Bauakademie in eine rechtsfähige Stiftung mit einem weiteren Stiftungskapital gewandelt werden können. Deren Erträge dienen dann zur Mitfinanzierung der Betriebskosten der Akademie“.

Vielen Dank Herr Schoele.

 

 

 

 

Geschäftsstelle: c/o IKB Deutsche Industriebank AG, Markgrafenstraße 47, D-10117 Berlin-Mitte
Telefon: +49 (0) 30 / 31 009-9122, Fax: +49 (0) 30 / 31 009-3812
e-mail: kf-schinkel@ikb.de, internet: http://www.schinkelsche-bauakademie.de
Bankverbindung: Deutsche Bank AG, Berlin, Konto-Nr. 124912700, Bankleitzahl: 100 700 00
BIC: DEUTDEBB, IBAN: DE09 1007 0000 0124 9127 00

Berlin, den 13.1.2008

Luise Thal, Berlin

Schlüters Gartenhaus vor dem Köpenicker Tore

Wassergasse 17

Albert Schwartz, Wassergasse 17, Plansammlung der Staatsbibliothek

Vortrag von Goerd Peschken am 20.12.2007 vor der Kunstgeschichtlichen Gesellschaft zu Berlin im Gobelin-Saal des Bode-Museums

Zur Erinnerung: Schlüter wurde um 1660 in Danzig geboren und starb am 19. Mai 1714 in St. Petersburg. Seine Grabstätte ist nicht mehr vorhanden. Er war tätig als Bildhauer und Architekt. Seine Lebens- und Wirkungsorte: Danzig, Warschau, Berlin, Potsdam, St. Petersburg. ... 1695 schickte Kurfürst Friedrich III.(I.) Schlüter nach Frankreich und die Niederlande, 1696 nach Italien, um Abgüsse für die Akademie zu erwerben. Im April 1700 kaufte Schlüter ein Wohnhaus in der Neumannsgasse, das er bis 1712 bewohnte. (Neumannsgasse führt von der Breiten Straße bis zur Brüderstraße, wo sich das Nicolai Haus befindet und wo mit dem Wohnort des Bankiers Friedrich Wilhelm Wagener und dessen Bilder-Sammlung als Vermächtnis die Begründung der Nationalgalerie auf der Museumsinsel - der nördlichen Spreeinsel - verbunden war).In dieser Zeit baute er ein Gartenhaus - besser ein kleines Palais - für den Hausvogt Lonicer vor dem Köpenicker Tor - das ist heute südlich der Spreeinsel, in der Rungestraße. Das Palais hatte einen, in die Tiefe des Gebäudes gehenden Festsaal. Es war nicht als Künstler-Haus geplant, sondern als Gartenhaus für einen Beamten.

"Schlüter brauchte ein Refugium, wo er entwerfen und modellieren konnte", so begann Goerd Peschken seinen aufschlußreichen Vortrag im Bode-Museum. Zu bemerken ist, daß das Grundstück mit Schlüters Gartenhaus "abgelegen" von der Stadt war! Schlüter erwarb das Gartenhaus dann 1712/13 und bewohnte es. Das Haus hatte einen Ehrenhof, wie es in Palais üblich war. Dennoch wurde es um 1890 abgebrochen. Den Hof der Anlage nannte Karl Friedrich Schinkel ein Meisterwerk, "unseres nicht hoch genug zu schätzenden Schlüters, auf den das nördliche Deutschland stolzer sein kann als Italien auf den Michel Angelo".

Die Festung des großen Kurfürsten war Stadtgrenze und wurde bewacht, um Akzise einzunehmen und Dessertionen zu verhindern. Es gab keine Kasernen, sondern die Soldaten wohnten in Privatquartieren. Mit den Stein'schen Reformen fiel die Akzise um 1800 und es wurden Kasernen gebaut. Die Wassergasse ist die heutige Rungestraße, hinter der Wallstraße, am Köllnischen Park. Auf einem Stadtplan ist zu erkennen, daß der Garten des Anwesens bis an die Köpenicker Straße heran ging.

Das Palais hatte einen weiten Blick über die Spree. Peschken beschreibt als gründlicher Bauforscher die facettenreiche Geschichte der Verwandlungen dieses Gebäudes: "Ich werde Sie in die Niederungen der Bauforschung ziehen!" sagt er mit leisem Lächeln und führt in 2 Stunden seine akribischen Forschungen vor Augen.Interessant ist, daß Pläne, die durch den Beginn der Kanalisierung dieses Gebietes (es gehörte diesbezüglich zu den ersten Berlins) angefertigt wurden, woraus sich gewisse Grundrisse des Gebäudes rekonstruieren lassen.

 

Stadtgeschichtliches: Von 1658 bis 1683 ließ der Kurfürst Friedrich Wilhelm I. von Brandenburg Cölln und Berlin mit Festungswerken nach Plänen von Johann Gregor Memhardt versehen, die weitgehend entlang der alten Stadtmauer von Berlin und Cölln angelegt wurden. Nur an einigen Stellen wurden die Stadttore nach außen verlegt. 1710 wurden die Städte Berlin und Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt zur königlichen Haupt- und Residenzstadt Berlin vereinigt.

Zunehmend standen nun die Festungsmauern der städtischen Entwicklung im Wege, so dass diese ab 1834 geschleift wurden, damit Berlin mit seinen Vorstädten zusammenwachsen konnte.

Das hier abgebildete Foto von Albert Schwartz, aus der Plansammlung der Staatsbibliothek, freundlicherweise vom Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz zur Verfügung gestellt, zeigt die Eingangsseite mit Hof, zur Spree hin gelegen, und läßt die zahlreichen Um- und Anbauten erkennen, die das einstige Palais durch fast 200 Jahre Existenz erfahren hat. Im 2. Teil des Vortrages vergleicht Peschken anschaulich durch Stiluntersuchungen das Gartenhaus Schlüters mit der Villa Kameke, die Schlüter 1711/12 für den Geheimen Rat und Staatsminister Ernst Bogislav von Kameke baute - ein Landhaus in der Dorotheenstraße 21. Das Haus Kameke, dessen Grundstück sich gleichfalls bis an das Ufer der Spree erstreckte. Anregungen entnahm Schlüter vielleicht österreichischen Landhäusern, in der Konzeption jedoch war das Gebäude einmalig. Das später mehrfach erweiterte Haus wurde im Zweiten Weltkrieg 1943 zerstört - die Balustraden-Skulpturen sind teilweise erhalten und im Bode-Museum ausgestellt. Es sind noch 4 Original-Zeichnungen Schlüters erhalten. Dieser Vortrag stellt eine kleine Sensation dar - zeigt er doch, wie nah die Geschichte um die Bauherren der letzten Jahrhunderte auf und an der Spreeinsel heute noch an diesem Ort wahrnehmbar ist: Andreas Schlüter hatte hier ein Gartenhaus gebaut.

e-mail: luise.thal@gmx.de

Berlin, den 21.9.2007

Anne Schäfer-Junker, Berlin

Das Neue Museum feiert Richtfest

am 21.9.2007und seine Besucher kommen zu den Tagen der Offenen Tür vom 22. - 24.9.2007

 
Kupfergrabenblick
Ufer Kupfergraben Neues Museum
Neues Museum - Tage der Offenen Tür
Richtfst
Zimmermann Schiel und Maurer Göbel sprechen den Richtspruch

Blicke auf das Richtfest Am Kupfergraben

 

Berlin, den 6.9.2007


Spreeinsel: Umbau der Breiten Straße von Gertraudenstraße bis Schlossplatz

Senatorin Ingeborg Junge-Reyer: "Der Umbau der Breite Straße steht im Einklang mit dem Planwerk Innenstadt. Er gehört zu den vorrangigen Maßnahmen, die die Aufgabe haben, Stadträume in der inneren Stadt städtebaulich zu verändern und insbesondere in der historischen Mitte vom Kfz-Verkehr zu entlasten. Deshalb wird die Breite Straße mit der Reduzierung des Straßenquerschnitts von ca. 53 m auf ca. 35 m neu gebaut."
Die vorhandene Breite Straße ist rd. 320 m lang und etwa 53 m breit, dabei beträgt die Breite der Fahrbahn 24 m.
Auf Grundlage der städtebaulichen Konzeption (Bebauungsplan I-218) erfolgt eine Reduzierung des Straßenquerschnitts.

Die künftige Straßenbegrenzungslinie wird um etwa 23,50 m nach Nordosten verschoben. Auf der Nordostseite bleibt der etwa 9 m breite Gehweg mit Baumstreifen in der Lage unverändert, auf der Südwestseite ist ein 12 m breiter Gehweg inklusive Baumstreifen vorgesehen. Die Fahrbahn wird auf insgesamt 14 m reduziert mit je einem Fahrstreifen, einem Radstreifen und einem Parkstreifen pro Richtung neu gebaut. Gleichzeitig mit den Straßenarbeiten werden die unterirdischen Ver- und Entsorgungsleitungen in diesem Bereich angepasst, rückgebaut bzw. erneuert. Weiterhin erfolgt die Erneuerung der Straßenbeleuchtung.

 

Die Lichtsignalanlage Gertraudenstraße / Fischerinsel / Breite Straße wird dem neuen Straßenquerschnitt angepasst.Der Umbau Breite Straße wird in 3 Bauabschnitten (BA) ausgeführt:
- Fahrbahnneubau ohne Knotenpunkt Breite Straße / Gertraudenstraße mit
Gehwegneubau auf der Nordostseite
- Neu- bzw. Umbau der südwestlichen Gehwegbereiche
- Umbau des Knotenpunktes Breite / Gertraudenstraße in mehreren Bauphasen, einschließlich Bau einer neuen Lichtsignalanlage.Während der Bauausführung steht ein Fahrstreifen je Fahrtrichtung sowie ein Park-/Be-und Entladestreifen zur Verfügung. Der Fußgänger - und Radverkehr sowie der Anliegerverkehr wird gewährleistet. Die Buslinie 147 hält während der Dauer der Bauarbeiten nicht in der Breiten Straße. Provisorische Haltestellen werden mit Baubeginn in der Werderstraße / Schlossplatz eingerichtet.

Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin

 

 

2007 bis 2008 werden auf der Spreeinsel umfangreiche archäologische Untersuchungen zu Bodendenkmälern durchgeführt. Mehr dazu im Landesdenkmalamt.

 

Berlin, den 6.9.2007

Anne Schäfer-Junker

denkmal! moderne

Die Nachkriegsmoderne wurde jahrelang als architektonisch minderwertig betrachtet oder übersehen. Nachdem sich die 50er-Jahre-Architektur seit einigen Jahren erhöhter Aufmerksamkeit erfreut, ist es höchste Zeit, auch die Bauten der 60er Jahre zu erfassen, neu zu bewerten und zu schützen. Denn dieser wichtige Bestandteil unseres Architekturerbes ist massiv im Bestand gefährdet.Vom 06. bis 11. September 2007 kommt die Ausstellung „DENKMAL!MODERNE - Vom Umgang mit unserem jüngsten Architekturerbe„ des Schinkel-Zentrums der TU Berlin an den Alexanderplatz, wo sich viele Denkmale und Ikonen der Vorkriegs- und Nachkriegsmoderne von den Behrens-Bauten bis zum bcc erfolgreich behaupten.

Öffnungszeiten
06. - 11. September 2007
14 - 20 Uhr

 

Der "Tag des offenen Denkmals" hat in diesem Jahr - 50 Jahre nach der "Interbau" von 1957 - die Berliner Nachkriegsmoderne zum Gegenstand. Aus diesem Anlass zeigt das bcc die Ausstellung "DENKMAL!MODERNE"

Einladung zur Ausstellung

Die Ausstellung wurde von Studierenden und jungen Forschern der ARGE „Gefährdete Nachkriegsmoderne„ unter Leitung von Adrian von Buttlar und Gabi Dolff-Bonekämper erarbeitet.


bcc Berliner Congress Center GmbH
www.bcc-berlin.de

 

Ausstellungseröffnung und BuchpräsentationWie wird die 60er-Jahre-Architektur wahrgenommen?
Was spricht für ihren Erhalt?

Darüber sprechenProf. Dr. Adrian von Buttlar (TU Berlin)
Dr. Christoph Heuter (LWL-Amt für Denkmalpflege in Westfalen)
Dr. Jürgen Tietz (Architekturkritiker)

Einen Beitrag zu dieser fälligen Neubewertung leistet das Buch ( Jovis Verlag) "denkmal!moderne
Architektur der 60er Jahre
Wiederentdeckung einer Epoche". Autoren: Adrian von Buttlar/Christoph Heuter (Hg.)
Mit einem Vorwort von Wolfgang Pehnt

 

 

Berlin, den 14.7.2007

DENKMAL! MODERNE

Blick in die Ausstellung "Denkmal! Moderne" des Schinkel-Zentrums der TU Berlin

Foto in der Ausstellung: Cafee Moskau

Café Moskau, 1960 – 1964, Josef Kaiser,

Karl-Marx-Allee 34

 

Foto in der Ausstellung: Digitale Collage Abriss Ahornblatt

Digitale Photo-Collage zum hypar-paraboloiden Baukunstwerk Ahornblatt von Ulrich Müther u. a. - digitale Überblendung des Nalbach-Rohbaues Gertraudenstraße/ Fischerinsel, Berlin 2000".

Technische Universität Berlin:

Finissage der Ausstellung DENKMAL! MODERNE Vom Umgang mit unserem jüngsten Architekturerbe Freitag, dem 14. Juli 2007. Mit viel Material und gut konzipierter Übersicht zu allen signifikanten Berliner Baudenkmalen der Moderne über zwei Geschosse war die Ausstellung "Denkmal! Moderne" im Fakultätsforum der TU am Ernst-Reuter-Platz zu sehen.

Hervorgehoben seien hier die baugeschichtlich und fotografisch gut belegten Bauten wie das ICC, das Bürohaus Evangelisches Konsistorium 1964 - 70, Bachstraße, Hansa-Viertel in Berlin-Tiergarten und die lebendige Dokumentation zum Studentendorf Schlachtensee, das gerettet werden konnte. Zum Abschluß der Ausstellung "Denkmal! Moderne" im TU-Architekturgebäude / Fakultätsforum am Sa 14. Juli 2007 scheint diese Ikone gerettet zu sein – ein Nachfahre eines jüngst verstorbenen Kunstsammlers hat, lt. Presseberichten, das Café Moskau gekauft.

 

Das Café Moskau, ein vierflügeliger Bau mit Atrium, ist mit seiner klaren Kubatur und seiner entschieden modernen Formensprache ein wichtiges Denkmal der Moderne in Ost-Berlin und der DDR.Bei Tage sollte man durch den transparenten Bau hindurch sehen, von der Straße ins Atrium und umgekehrt. Bei Nacht wirkte er wie ein leuchtender gläserner Kasten, weithin sichtbar auch durch den Schriftzug Café Moskau in lateinischen und kyrillischen Buchstaben.Das Konzept einer gläsernen Architektur, in der auf jede Erhöhung des Baukörpers verzichtet wird, so daß bei Betreten keine spürbare Schwelle zu überwinden ist, prägte zahlreiche Gesellschafts- und Kulturbauten der Zeit um und nach 1960 in beiden Teilen der Stadt Berlin.

Nicht gerettet wurde des hypar-paraboloide Schalen-Bauwerk "Ahornblatt" auf der Fischerinsel/Spreeinsel - ein großer Verlust für die ingenieur-technisch visionäre und innovative Moderne der 70er Jahre, Copyright Anne Schäfer-Junker (vormals Wagner-Junker), Berlin.Veröffentlicht in: Edition Aujourd'hui, 2003, herausgegeben von spreeinsel.de(Fotos: Anne Schäfer-Junker)

Veranstalter der Ausstellung: Schinkel-Zentrum für Architektur, Stadtforschung und Denkmalpflege der Technischen Universität Berlin und der Arbeitsgemeinschaft "Gefährdete Nachkriegsmoderne", unter Leitung der Fachgebiete Kunstgeschichte und Städtebauliche Denkmalpflege

 

 

Berlin, den 27.6.2007

Anne Schäfer-Junker

Museumsinsel Berlin: Entwurf für die James-Simon-Galerie von David Chipperfield Architects auf einer Pressekonferenz der Stiftung Preußischer Kulturbesitz vorgestellt

Fotos: Anne Schäfer-Junker

Die James-Simon-Galerie

David Chipperfield, Klaus-Dieter Lehmann und Peter-Klaus Schuster stellen den Entwurf für die James Simon Galerie vor

Einen filigranen Kolonnadenbau stellte David Chipperfield heute als neuen Entwurf für das zukünftige Eingangsgebäude vor dem Neuen Museum vor. Es strahlt im Entwurf eine sensible Ästhetik aus, gibt lichtdurchflutete Räume frei und wirkt in seinen Proportionen gegenüber dem gesamten Architekturensemble der auf der UNESCO-Weltkultur-Erbeliste stehenden Museumsinsel feingliedrig und einfügsam im positivsten Sinne.

 

Modell der Museumsinsel Nord-West-AchseDieses funktionale Gebäude soll - um die erwarteten 4 Millionen Gäste im Hauptrundgang in alle Häuser gelangen zu lassen - an die archäologische Promenade angeschlossen und etwa um 2012 zum vorrangigen Eingang für die Museumsinsel werden. Als zentrales Besucherzentrum wird es der Orientierung und Erholung dienen: Restaurant/Café, Serviceeinrichtungen, und ein Multi-Mediazentrum.

Der Bundestag hatte die veranschlagten Baukosten von 73 Millionen Euro freigegeben.

 

Berlin, den 23.4.2007

Anne Schäfer-Junker

Berlin mit im Boot: bis 2013 entsteht das "Humboldt-Forum" auf dem Schlossplatz

 

Jetzt und zukünftig fließt die Spree nicht nur weiter durch Berlin, sondern die Stadt und das Land Berlin wird sich um seine bedeutende Mitte nun mit einer finanziellen Beteiligung kümmern: in Höhe von 32 Millionen Euro beim Bau des Humboldt-Forum auf dem Schlossplatz, das bis 2013 für rund 480 Millionen Euro errichtet werden soll. Wenn dies auch für Berlin „haushaltsangemessen“ erscheint und mehr wie ein symbolischer Beitrag gemessen an der vorerst genannten Gesamtsumme aussieht, so ist es doch ein erster Erfolg, daß die Berliner Regierung sich nicht mehr aus ihrer Verantwortung stiehlt, wenn es um den wichtigsten Platz der deutschen Bundeshauptstadt geht. Nach den Worten des Bundesbauministers heute ist das letzte Hindernis für den Neubau des Humboldt-Forums auf der Berliner Spreeinsel ausgeräumt. Der Bund zahlt den größten Teil der "Rechnung", aber auch das Land Berlin beteiligt sich an den immensen Kosten.

Das Humboldt-Forum soll in der Kubatur des einstigen Stadtschlosses ausgeführt werden – lt. Beschluss des Deutschen Bundestages. Außerdem sollen die drei äußeren Barockfassaden und der Schlüterhof rekonstruiert werden. Entgegen bisherigen Meldungen ist auch der Aufbau der Kuppel vorgesehen. Das Humboldt-Forum wird die außereuropäischen Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz und die wissenschaftlichen Bestände der Humboldt-Universität aufnehmen sowie Theater-, Kino- und Veranstaltungsräume aufweisen.

  Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer ließ die Presse heute im Palast-Skelett am Ort des ehemaligen Volkskammersaales der DDR wissen, daß im Herbst dieses Jahres die Bauaufgabe formuliert sein muß, um die Ausschreibung für einen Architektenwettbewerb zu versenden. Der historische Volkskammersaal, in dem die deutsche Einheit unterzeichnet wurde, ist eingelagert und ist ja möglicherweise zu verorten im Humboldt-Forum für Multimedia-Nutzungen oder vielleicht beispielsweise als Kinosaal? Der Wettbewerb wird viele Fragen beantworten: beispielsweise wie könnte das Humboldt-Forum an seiner Ost-Seite, der Spreeseite, aussehen? Hier ist alles offen. Auf jeden Fall gehören die Dahlemer Sammlungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz hier in die Mitte Berlins, in Korrelation zur Museumsinsel – nicht nur das Zeigen der hochkarätigen Exponate der außereuropäischen Sammlungen ist wichtig, sondern auch der Diskussions- und Bildungsprozeß, wie sie die Gebrüder Humboldt mit ihrem humanistischen Bidlungsideal, in ihren Weltbetrachtungen kulturell und wissenschaftlich vorgelebt haben. Geld für Planung und Ausschreibung ist da: mittelfristige Planung im Vorsorge-Haushalt 2008 – für 50.000 qm außereuropäische Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz und den Kern der Humboldt-Bibliothek. Eine enge Kooperation der Ausschüsse im Bundestag wird die Entscheidungen für den Wettbewerbssieger ermöglichen.

Klaus Wowereit

Modell Humboldt-Forum
Modell Schloßplatz
Wolfgang Tiefensee

An ungewöhnlichem Ort - der Volkskammersaal im Stahlskelett des Palastes der Republik.

Klaus Wowereit (l.) und Wolfgang Tiefensee (r.) informieren über das Humboldt-Forum

 

Der Berliner Anteil - zusätzlich zum Grundstück - wird laut Wowereit erstmals im Doppelhaushalt 2012/13 eingeplant und in Raten gezahlt. Vom privaten Förderverein des Stadtschlosses werden 80 Millionen Euro erwartet. Berlin soll nun innerhalb der nächsten drei Monate seine Pläne über die Nutzung der jetzt nur noch beanspruchten 5000 (statt bisher über 12 000) der insgesamt 50 000 Quadratmeter vorlegen.

Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin, formulierte, daß dies ein «ganz wichtiger Bauwerk für die Stadt, Gewinn für Berlin und die ganze Bundesrepublik ist».

 

Klaus Wowereit, dem in Berlin nicht nur das Amt des Regierenden Bürgermeisters sondern auch das Kultur-Ressort obliegt, plädierte nochmals „für eine temporäre Kunsthalle“ – diese habe „eine wichtige Botschafter-Funktion für Berlin und nichts mit der späteren Kunsthalle zu tun“, sondern soll in dem einen Jahr zwischen dem Abriss des Palastes der Republik Ende 2008 und dem Baubeginn des Humboldt-Forums 2010 den Schlossplatz attraktiv machen.Das Bundeskabinett wird sich im Mai d. J. mit dem Projekt befassen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zuletzt am Samstag gefordert, den Schlossplatz so schnell wie möglich wieder zu beleben.

Altes Museum

Klaus-Dieter Lehmann
Unter den Linden

Staatsratsgebäude

An ungewöhnlichem Ort - der Volkskammersaal im Stahlskelett des Palast der Republik.

Klaus-Dieter Lehmann, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, im Interview zum Humboldt-Forum.

 

In seinem Beitrag „Weltort für Kunst und Kultur – Berlins Mitte“* formuliert Klaus-Dieter Lehmann das Konzept zum Humboldt-Forum und ordnet dem historisch außerordentlich bedeutsamen Bereich der alten Berliner Mitte auf der Spreeinsel mit der Museumsinsel im Norden den geistig-kulturellen Kosmos zu:
„Die Mitte Berlins und ihre einzigartige Kultur- und Wissenschaftstopografie von Museumsinsel, Deutschem Historischem Museum, Humboldt-Universität, Staatsbibliothek und Zentral- und Landesbibliothek sind für das wiedervereinigte Deutschland ein realer und symbolischer Zukunftsort ersten Ranges.Hier wurden seit dem 19. Jahrhundert die herausragenden Wissens- und Kunstschätze der abendländischen kulturellen Überlieferung zusammengetragen, von hier aus richtete sich in der Nachfolge der Brüder von Humboldt die Weltneugier auf das Fremde und Andere. Diese urbane Mitte ist wieder zu entdecken als die geistige Mitte der europäischen Metropole Berlin.“ ...Zum Humboldt-Forum: Wilhelm von Humboldts Name steht für die Ideengeschichte Europas, für die tiefgreifende bildungspolitische Offensive, zur Ausbildung der Individualität durch Kunst und Wissenschaft. Die von ihm gegründete Berliner Universität und die Denkschrift zum Alten Museum sind ein wirksamer Ausdruck seines Denkens.Alexander von Humboldts Name steht für die weltoffene Beschreibung fremder Kulturen, für die Verbindung von Ästhetik und Natur, für das Bewusstsein einer kulturellen Koexistenz.

 

 

Während das Wirken Wilhelm von Humboldts sich mit der Museumsinsel verbindet, einer humanistischen Bildungslandschaft, die mit ihren mehr als sechstausend Jahren Menschheitsgeschichte das Werden Europas dokumentiert, ist Alexander von Humboldt der geistige Vater des Schlossplatzes als Humboldt-Forum, das sich der Welt öffnet und Kompetenz in Weltverständnis vermittelt.Bemerkenswert ist, dass Alexander von Humboldt seine Ideen im Berliner Schloss erörtern konnte: beim behaglichen Zusammensein auf der Rundbank im Teesalon König Friedrich Wilhelms IV., wo dieser regelmäßig mit ihm, Ranke, Schelling, Niebuhr und Schinkel zusammentraf. Museumsinsel und Schlossplatz werden so zu einer gedanklichen Einheit von Kulturerbe, Kulturwissen, Kulturbegegnung und Kulturerlebnis. Für diesen weltweiten Dialog stehen die Brüder Humboldt. Was vor zweihundert Jahren nur ein Modell sein konnte, können wir heute konkret realisieren. ...Text- und Bildkultur, Wissenschaft, Film, Theater, Musik sollen in ihrer Wechselwirkung die außereuropäischen Kulturen vermitteln. Das Humboldt-Forum soll ein globales Netzwerk sein, das den Kunstgenuss gleichberechtigt neben die Auseinandersetzung mit den Chancen und Risiken der Globalisierung stellt und sich gleichzeitig als ein attraktives Veranstaltungszentrum versteht. Es soll ein offenes Haus werden: Nicht das ausgewählte Publikum, sondern das frei wählende Publikum in seiner ganzen nationalen und internationalen Interessensvielfalt ist der unmittelbare Adressat. ...“

*Jahrbuch der Stiftung Preußischer Kulturbesitz 2005, S. 115 – 128, Gebr. Mann Verlag.

 
Bauakademie, Friedrichswerdersche Kirche
Dom und Dom-Aquarée
Spreeseite nach Osten mit Rotem Rathaus
St. Nicolai

Palast-Skelett sued
Durch-Blcik zum Fernsehturm
Palast-Skelett Sued

Der skelettierte Palast der Republik 23.4.2007

Text und Fotos: Anne Schäfer-Junker

 

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Berlin: Erste Kartoffelernte auf der Spreeinsel gab es im Lustgarten 1649,

wo heute das Alte Museum steht!

Agrar-Museum Wandlitz lädt ein: "250 Jahre Kartoffelbefehl in Brandenburg"

Am Sonntag, 1. Oktober 2006, 10 - 16 Uhr geht es um feine Sachen: um jede Menge Äpfel und "Erdäpfel" - die Kartoffel. Das Agrarmuseum Wandlitz und der Naturpark Barnim veranstalten den "Tag der Regionen". Das Museumsprojekt "250 Jahre Kartoffelbefehl in Brandenburg", das in Trägerschaft des Fördervereins Agrarmuseum Wandlitz e. V. organisiert wurde, prägten geheimnisvolle Namen: "Adretta" "Lolita" "Selma" u. a. . Wußten Sie, daß es sich dabei um Kartoffelsorten handelt?

Agrarmuseum Wandlitz: Dampfantrieb

Agrarmuseum Wandlitz

 

 

Agrarmuseum Wandlitz: Kartoffelanbau-Demonstrationsfeld

Kartoffelanbau - Versuchsfeld

 

 

Auf einem kleinen Demonstrationsfeld des Museums sind diese gewachsen und werden nun geerntet. Beim "Kartoffelbuddeln" von Hand oder mit moderner Technik kann man nicht nur zuschauen, sondern auch mitmachen: Agrarmuseum 16348 Wandlitz, Breitscheidstraße 22. Nix wie hin am Sonntag 1.10.2006!

Text und Fotos: Anne Schäfer-Junker

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28.8.2006

Wegzeichen Pankeweg - Fahrradwegkennzeichnung ist in Vorbereitung

Pankeweg in Richtung Bahnhofstraße Französisch-Buchholz

Pankeweg Pankeweg

FERNRADWEG BERLIN – USEDOM

Mit dem Fahrrad zur „Badewanne der Berliner“ – der Insel Usedom: Ein weiterer Strecken-Abschnitt des Radweges Berlin-Usedom wurde am Donnerstag, 24. August 2006 an den Blankenburger Karpfenteichen in Berlin-Pankow eröffnet.

Text und Fotos: Anne Schäfer-Junker

Der inzwischen weit vorangeschrittene Ausbau des neuen Radweges vom Berliner Schlossplatz in Berlin-Mitte über Mauerpark, durch den Pankower Schlosspark, teilweise entlang des Pankeweges über Pankstraße, Straße 59, Straße 49 und Ludwig-Quidde-Straße in Französisch-Buchholz, auf dem Fahrradweg über die Autobahn und vorbei an den Karower Teichen, zur Lieblingsinsel der Berliner nach Usedom wurde ein weiteres Stück vorangebracht.

Zum Start der diesjährigen ADFC-Ostseefahrt konnte ein neuer Abschnitt des Radweges Berlin - Usedom mit dem Teilabschnitt im Bereich Pasewalker Straße / Pankeweg / Fischteiche (nahe S-Bhf. Pankow-Heinersdorf) offiziell eröffnet werden.Pankows Umweltstadtrat Matthias Köhne (SPD) nahm dazu am Donnerstag, 24. August 2006 an der ADFC-Ostseefahrt ab Mauerpark, durch den Pankower Schlosspark bis zum Pankeweg teil und schnitt um 12.30 Uhr an den Blankenburger Karpfenteichen vor rund 100 teilnehmenden RadfahrerInnen das für Eröffnungen legendäre rote Band durch. Zugegen waren weiterhin Heribert Guggenthaler, verantwortlich für die Planung seitens der Berliner Senatsverwaltung, Benno Koch vom ADFC und Andreas Schütze vom Amt für Umwelt und Natur Pankow. Damit war ein weiterer Abschnitt des Fernradweges Berlin - Usedom fertiggestellt. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Berlin veranstaltete vom 24. bis 27. August 2006 die zweite ADFC-Ostseefahrt auf dem Fern-Radweg Berlin-Usedom. Start war am Donnerstag, 24. August 2006 um 10.00 Uhr am Roten Rathaus in Berlin.

Im vergangenen Jahr kamen erstmals 70 Fahrradfahrer kurzentschlossen zum neuen und bereits größten touristischen Event des ADFC Berlin.

 

In diesem Jahr rechnete der Veranstalter mit 140 Teilnehmern - perspektivisch sollen bis zu 1.000 Fahrradfahrer die Ostseefahrt zu Deutschlands schönstem Fahrradevent machen.Unterwegs wird die Ostseefahrt von den Bürgermeistern der Übernachtungsorte, den örtlichen Tourismusverbänden und vielen touristischen Anbietern unterstützt. Der ADFC setzt sich mit der Veranstaltung vor allem auch für den Ausbau der letzten großen Lücken am Radweg Berlin-Usedom zum Beispiel zwischen Steinhöfel und Stegelitz, Görlsdorf und Peetzig (jeweils Landkreis Uckermark) oder Pasewalk und Viereck (Landkreis Uecker-Randow) ein - und möchte in den landschaftlich einzigartigen, aber strukturschwachen Regionen für den Fahrradtourismus und den Radweg Berlin-Usedom werben.

In den Übernachtungsorten Joachimsthal (Grimmnitzsee), Prenzlau (Unteruckersee) und Ueckermünde (Ueckerpark / Alter Hafen) entstehen jeweils an den schönsten Seen und Orten Zeltstädte für die Ostseefahrt. Dort gibt es Stadtführungen und touristische Highlights wie die Besichtigung den restaurierten Kaiserbahnhofs am Werbellinsee und der Blick von der neuen Aussichtsplattform auf dem alten Wasserturm über die Schorfheide (jeweils Joachimsthal), Slawenbootfahren auf dem Unteruckersee und die Besteigung der Türme der Marienkirche (jeweils Prenzlau) sowie Hafenatmosphäre schnuppern und Schlossbesichtigung (jeweils Ueckermünde) erleben. In den Zeltstädten gibt es jeden Abend ein Programm mit Newcomerbands unplugged - und vieles mehr.

Alle Infos zur ADFC-Ostseefahrt sind unter http://www.radzeit.de/ zu finden.
ADFC Berlin e.V., Brunnenstraße 28, 10119 Berlin-Mitte
Tel. 030 / 448 47 24, Fax 030 / 44 34 05 20

Benno Koch und Matthias Köhne

Die ersten der 100 mutigen Pedalritter bei der Eröffnung des Teilabschnittes in Pankow
Köhne, Guggenthaler und Koch eröffnen den Radweg an den Blankenburger Karpfenteichen

Andreas Schütze, Birgitt Grünert und Mitarbeiter desUmweltamtes und der Senatsverwaltung

... auch Vierbeiner kommen vorbei
Radwanderer am Start Fernradweg Berlin - Usedom
 

zuletzt aktualisiert 7.1.2009